Ausführlich erklärt
Auch Assistenten können Werkzeuge aufrufen, etwa eine Websuche. Der Unterschied liegt in drei Eigenschaften: Ein Agent hat Handlungsbefugnisse, plant mehrere Schritte selbst und entscheidet, welcher Schritt als nächster folgt.
Für Büroabläufe kann ein Agent viel Zeit sparen. Er legt nach einem Ortstermin die Ordnerstruktur an, erstellt aus dem Protokoll den Entwurf der Ladung und trägt die Frist in den Kalender ein.
Mit der Befugnis wächst aber das Risiko. Ein Agent, der eigenständig E-Mails an Verfahrensbeteiligte versendet, kann der Klägerseite Informationen schicken, die dort nicht hingehören. Und er tut es schneller, als Sie es bemerken.
Praxisregel
Solange das Ergebnis ein Text ist, den Sie prüfen, bevor er Ihr Büro verlässt, behalten Sie die Kontrolle. E-Mails an Verfahrensbeteiligte, Änderungen an verbindlichen Unterlagen und Einträge mit Außenwirkung brauchen Ihre ausdrückliche Freigabe.
Verwandte Begriffe
- Human in the Loop – Human in the Loop ist eine Arbeitsweise, bei der ein Mensch ein KI-Ergebnis inhaltlich prüft und freigibt, bevor es Wirkung entfaltet.
- Add-in vs. Integration – Ein Add-in holt die KI in eine Anwendung, mit der Sie gerade arbeiten, etwa Word oder Excel.
- Prompt Injection – Prompt Injection ist ein Angriff, bei dem Anweisungen an eine KI in Daten versteckt sind: in einem Schriftsatz, einer E-Mail, einer Webseite.